Geschichten beflügeln

Petra erzählt...

Achtsames Gehen mit Meditationsübungen, Klängen und Geschichten

Eine märchenhafte Wanderung für die ganze Familie

Wir begleiten einen kleinen Stern auf seiner Wanderung auf der Erde

Mit Hilfe der Natur das Leben begrüssen

Märchen für Erwachsene und Kinder

Eine erzählte Geschichte beflügelt die Phantasie und erhöht die Sensibilität. Um ihre Sinne zu schärfen, arbeitet Petra mit zusätzlichen Klanginstrumenten, Farben und Düften und mitunter kleinen geschmacklichen Kostproben.

Über das Erzählen allgemein

Oft wird Petra gefragt: „Ach, wo liest Du denn so überall?“ Und gerne antwortet sie: „Ich lese nicht, ich erzähle. Beim Erzählen werden die Geschichten lebendig. Die Personen bekommen eine Stimme und eine Figur und ich lebe sie in diesem Augenblick. Auch wenn ich als Erzählerin die Geschichte ohne Dialoge vorantreibe, lebt sie und ich baue Spannungsbögen und lasse die Zuhörerinnen und Zuhörer in eine wundervolle Fantasiewelt eintauchen. Und immer wieder geschieht es, dass Menschen von verschiedenen Geschichten oder an unterschiedlichen Stellen einer Geschichte ganz besonders berührt sind.“

Die Geschichten enthalten Bilder, in denen eine große Weisheit liegt und jeder Mensch erlebt sie anders. Deshalb erzähle ich sie auch sehr einfühlsam und mit der notwendigen Achtsamkeit für all die Dinge, die in einer Geschichte stecken. Ich befreie die Geschichten aus den Büchern. Das ist der Unterschied zwischen dem Erzählen und dem Vorlesen.

Ich bin Petra Günter

und nach Aussage meiner Mutter erblickte ich in Mayen in der Eifel um Punkt 23.00 Uhr die Nacht der Welt. Von Licht kann man ja um diese Uhrzeit nicht wirklich reden. Die Uhrzeit fand ich ganz okay – und so ist es auch bis heute geblieben. Der frühe Vogel ist nicht mein Gefährte, den Tag mit seiner Helligkeit und seinem geschäftigen Treiben mag ich sehr, aber wenn es dunkel wird und die Dämmerung über das Land fällt, dann erwache ich zu neuen Taten.

Leute unterhalten, auf der Schülerbühne stehen: „Das war meine Welt“. Das Kind musste aber etwas Ordentliches lernen und so wurde ich Lehrerin. All die Jahre meiner Lehrertätigkeit habe ich ganze Schülergenerationen mehr oder weniger „unterhalten“ – doch dann kam die Zeit für Neues.

Märchen und Geschichten haben mich mein ganzes Leben begleitet und so manche Entscheidung mit beeinflusst. Wenn aus einem Frosch ein Prinz wird, dann kann auch aus einer Lehrerin eine Geschichtenerzählerin werden! Gesagt – getan! Stunden reduziert und dann ran an die Kunst des Erzählens. Es war wirklich märchenhaft, denn der Weg war steinig und hart. Aber wie im Märchen gab es Helfer am Wegesrand, das waren nicht der schlaue Fuchs oder die kluge Eule – nein es waren meine Ausbilder, die mir den Weg gewiesen haben. Nun bin ich seit 2014 Erzählkünstlerin, aber durch die Begegnung mit vielen interessanten Menschen und vielgestaltigen Fortbildungsseminaren geht mein Weg immer weiter und neben vielen Auftritten vor Jung und Alt arbeite ich mit den archetypischen Kräften im Märchen. Die Vergangenheit lässt mich nicht los, ich verbinde das Alte mit dem Neuen und so biete ich auch Workshops für Märcheninteressierte an.

Warum Kinder und Erwachsene Märchen lieben

Kinder lieben es, wenn ein Erwachsener ein Märchen erzählt, denn er zeigt auf diese Weise direkte Zuwendung und ein hohes Maß an aktiver Anteilnahme. Phantasien nehmen in den Gedanken eines Kindes den größten Raum ein. So dient das Märchen als Spiegel ihrer inneren Erfahrung, der Ängste, Wünsche und Träume.

Kinder sind kaum in der Lage, differenziert zu denken. Deshalb brauchen sie klar umrissene Gestalten, mit denen sie sich identifizieren können. Das Märchen vereinfacht alle Situationen, wie etwa Liebe und Zorn gegenüber Vater oder Mutter. So etwas will verkraftet werden.

Ihr Inneres bewusst zu ordnen, fällt Kindern noch schwer. Je größer die Spannungen, umso notwendiger wird es, diese weit nach außen zu projizieren. Das gibt es zum Glück einen bösen Wolf weit weg von der eigenen Realität im „Es war einmal“, dem es genauso ergeht wie einem selbst mit der Unzulänglichkeit oder Destruktion. Doch trotz zorniger Gedanken geht alles gut aus. Durch Identifizierung mit den guten Gestalten bekommt das Kind Anteil am Sieg. Die Innenwelt ordnet sich, ohne dass das Kind die Mechanismen, die zu der Ordnung geführt haben, immer bewusst wahrnimmt. Durch diese Gemeinsamkeiten bei allen Kindern werden Kinder unterschiedlicher Verhaltensauffälligkeiten und unterschiedlicher Migrationshintergründe mühelos integriert.

Wenn der Erzähler mit dem Herzen dabei ist, bewegt er sich gemeinsam mit den Zuhörern auf einer veränderten, reicheren Empfindungsebene. Dafür sind gerade Kinder innerlich offen, denn sie spüren etwas vom Ewig-Guten in ihren Herzen. Das ist aber auch Erwachsenen möglich: Die Sehnsucht nach dem Ewig-Guten verbindet alle Menschen, Groß und Klein. Erwachsene wissen es zu schätzen, frei von Technik und projizierten Bildern der eigenen Fantasie wieder freien Lauf zu lassen. Es ist ein wunderbares Gefühl zu spüren, wie die Synapsen zu arbeiten beginnen und die Bilder im Kopf entstehen sich Gefühle entwickeln. Bilder und Gefühle, die nur dem Zuhörer oder der Zuhörerin allein gehören.